Zwischenbilanz: ein halbes Jahr GARTEN

Ein halbes Jahr GartenentwicklungWeihnachten 2014: Nachdem wir nun gut ein halbes Jahr im neuen Haus wohnen und den Garten nach und nach angelegt und erweitert haben, ist es mal Zeit, eine pflanzenmäßige Zwischenbilanz zu ziehen.

Allgemein kann man sagen, dass es – wie im richtigen Leben – permanent Hochs und Tiefs bei im Gartenbau gibt. Da gibt es Pflanzen, die, sobald man sie eingegraben hat, sofort loslegen und weiterwachsen und gedeihen; andere siechen vor sich hin, bis sie dann doch mal starten, und noch andere gehen irgendwann ein. Zudem hat man es immer mit einem Kampf gegen Ameisen, Läuse, Raupen und sonstigem Getier zu tun.

Ganz unten sind sieben Bildergalerien zu verschiedenen Pflanzentypen unseres Gartens zu finden:
1. Der Garten in seiner sechsmonatigen  Entwicklung, 2. Die anderen Beete, 3. Gewürze und Gemüsepflanzen, 4. Die Bäume, 5. Unsere Papaya-Bäume, 6. Die Palmen-Bäume, 7. Bunte Blütenpflanzen

  

WeißblütenbaumZu den schnellwachsenden Pflanzen in unserem Garten gehört der Weißblumenbaum (Bezeichnung ist von mir erfunden), der jetzt schon über 3 Meter hoch ist (ist schon oben abgeschnitten), aber auch von Läusen maltraktiert wurde. Nach erfolglosem Besprühen mit Spüliwasser hat Thom nun eine neue Geheimwaffe entdeckt (Empfehlung vom Dünger und Pflanzenschutz-Shop): Pinkelbeckensteine in ein Kunststoff-Netz eingewickelt und an den Baum gebunden – hilft tatsächlich, riecht aber etwas wie im Autobahn-Männerklo. Auch die Oleander-Sträucher wachsen sehr gut, werden aber in letzter Zeit Ziele von grünen Monsterraupen, die man sehr schlecht sehen kann, erst wenn eine Stelle kahl ist (siehe hier: Nimmersatt: Angriff der Monster-Raupen).

Nach einer längeren Anlaufphase bekommt nun auch der Champuu-Baum in wechselnden Phasen neue Blätter. Er soll mal – außer Früchten – Schatten in der Spätnachmittagsphase liefern; dafür muss er aber leider noch ein wenig wachsen.

Zwei Mangkut-Pflanzen vegetieren ebenso wie die Mango-Pflanze vor sich hin – haben zwar schon einmal neue Blätter bekommen, dann war aber wieder Pause bis jetzt. Eine von zwei Mango-Pflanzen hat nun erst neue Blätter und Blüten bekommen, es ist aber fraglich, ob sie durchhält.

Papaya-Bäumchen im GartenBei den Papaya-Pflanzen haben wir unterschiedliche Erfahrungen. Die zwei vor unserer Grundstücksmauer wuchsen wie verrückt und hatten schon nach ein paar Monaten Stämme so dick wie Oberschenkel. Einen hat Thom schon abgehackt, da er von irgendwelchen Tieren befallen war, auch der andere schein nicht gesund (aktuell: ist nun auch abgehackt). Bei den Papaya-Pflanzen im Garten stagnierte das Wachstum lange, und wir dachten schon, das wird nie etwas. In letzter Zeit haben sie aber angefangen zu wachsen, nicht so schnell, aber stetig – und man sieht schon Blüten.

Wir vermuten übrigens, dass die obere Erdschicht im Garten, die nachträglich aufgeschüttet wurde, nicht von guter Qualität (für Pflanzen) ist und deshalb die Pflanzen erst einmal ihre Wurzeln durch diese Schicht kämpfen lassen müssen – danach geht es ihnen anscheinend besser.

Auf dem Wintermarkt haben wir gerade zwei 3 m hohe Bäume gekauft (siehe Foto ganz oben), die für etwas mehr Schatten sorgen sollen, solange die anderen Bäumchen noch nicht so weit sind. Die beiden Bäume vom Wintermarkt, die einmal im Jahr gelb blühen sollen, kosteten inkl. Antransport, eingraben und befestigen 3200 Baht (80 Euro). Einer der bäume wurde oben auf der Terrasse in ein Beton-Kübel (eigentlich ein Stück Abwasserrohr) gesetzt.

Der Rasen ist ein eigenes Thema. Er war ja aus Fertigrasenstücken zusammengelegt und ist im Laufe der Zeit gut zusammengewachsen. Er wurde dann an einigen Stellen gelblich, weil ich ihn wohl zu lange nicht kurz genug gemäht habe. Wenn er dann kürzer gemäht worden ist, waren viel Stellen gelb. Aber er hat sich dann erholt, besonders dann, wenn man ihn ganz kurz geschnitten, mit einem Rechen (Vertikutierer gibt es hier anscheinend nicht) angekratzt, etwas gedüngt und gut gewässert hat. Ja, so lernt man immer dazu.

Lathom-BlütenDann haben wir natürlich auch verschiedene Blütenpflanzen, die den Garten etwas bunter erscheinen lassen sollen. Neben den Oleander-Sträuchern und anderen Blütenbüschen, gibt es auch ein paar Blumenpflanzen, aber es ist alles noch nicht so richtig in Schwung, wie ich mir das vorstelle. Die Pflanzen brauchen ja auch noch etwas Zeit, um sich zu entwickeln.

Schließlich haben wir natürlich auch viele Gemüse- und Gewürzpflanzen für die Eigenversorgung. Überraschend gut gelungen ist die Zucht von grünen Paprikas aus den Kernen einer gekauften Paprika. Die grünen Chillis wachsen wie verrückt, so dass Thom ab und zu ein Kilo in 100g-Portionen verkauft. Zitronengras wächst auch sehr gut, während Zitronenblätter-Pflanzen sehr langsam wachsen. Thai-Basilikum haben wir auch mehrere Büsche und es werden immer mehr. Auch das deutsche (italienische) Basilikum wächst sehr gut, noch besser die Petersilie. Aus ein paar geschenkten Rukolapflänzchen haben sich gelbe Blüten und dann Samen gebildet – die haben wir wieder in Erde geworfen, und nun gedeihen sie prächtig.

Inzwischen haben wir ein unbenutztes Grundstück vor unserem Haus dafür benutzt, noch ein paar Gemüsepflanzen anzubauen.

Einige unserer vielen Pflanzen, z.B. die Limonenpflanzen und die Palmen, habe ich hier nicht erwähnt, sonst wäre es zu unübersichtlich geworden.

Und hier sieht man - thematisch eingeteilt - einige unserer Gartenpflanzen und deren Entwicklung:

1. Der Garten in seiner sechsmonatigen  Entwicklung

2. Die andern Beete

3. Gewürze und Gemüsepflanzen

4. Die Bäume

5. Unsere Papaya-Bäume

6. Die Palmen-Bäume

 

7. Bunte Blütenpflanzen

  

Zu sagen ist noch, dass Thom wohl einen grünen Daumen bzw. ein gutes Händchen für Pflanzen hat, außerdem, dass es hier natürlich keine Winterpause im Garten gibt, sondern immer weiter geht.

Thailändisches GartenwerkzeugDie Gartenwerkzeuge unterscheiden sich hier in Thailand zum Teil von denen in Deutschland: hauptsächlich wird mit einer Hacke, einem Minispaten und einem Buschmesser gearbeitet, was natürlich an der Bodenbeschaffenheit liegt.

Ich habe mir noch einen sehr guten englischen Edelstahlspaten online gekauft. Leider muss man nämlich sagen, dass thailändisches Werkzeug oft von schlechter Qualität ist und bald an irgendeiner Stelle kaputt geht. Da bricht mal der Aluminiumstiel durch, die Grasharke zerfällt in Einzelteile oder sonst etwas bricht ab. Zum Teil gibt es aber auch europäische Produkte im Baumarkt, z.B. haben wir einen Bosch-Rasenmäher, eine Bosch-Akku-Grasschere und Kärcher-Teile für die Bewässerung gekauft. Der relativ teure Gardena-Schlauch, den wir aus Deutschland mitgebracht haben, kann einen richtig begeistern: er knickt nie ab, verknotet sich nicht und lässt sich ohne Verknotungen aufhängen. Der Thai-Schlauch, den wir für den Vordergarten hinzugekauft haben ist dagegen ein ewiger Kampf, er ist recht hart, knickt an Schlaufen ab (kein Wasser mehr), verknotet sich und lässt sich extrem schlecht in Schlaufen aufhängen.

© 2013 Wir in Pak Chong | Frank Zander

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